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2. „DONNER & REUSCHEL Markt kompakt“
05.05.2021

DONNER&REUSCHEL Markt kompakt“ - „Aufschwung, Inflationierung sowie Geld-und Fiskalpolitik werden Aktien auch langfristig weiter stützen“

„DONNER & REUSCHEL Markt kompakt“ ist der neue bi-weekly Talk mit Carsten Mumm, unterstützt von GFD Finanzkommunikation. In nur wenigen Minuten erhalten Sie einen Überblick zu den Marktthemen der Woche und einen Einblick in die Hot Topics – schnell, kompakt und auf den Punkt.

In unserem zweiten Talk erklärt Carsten Mumm, weshalb sich Anleger auf eine höhere Volatilität einstellen müssen, bei langfristig weiterhin positiven Aussichten für Aktien.

Hier geht es zum Podcast auf spotify.

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung des Podcasts:

[00:00:41.610]

Eva Fiedler: Im April hieß es für die Börsen weiter, weiter, immer weiter. Auch jetzt notieren viele Aktienkurse nah am Allzeithoch. Worauf gründet diese Kursentwicklung?

Carsten Mumm: Dafür gibt es eine ganze Reihe von Faktoren. Zum einen, muss man sagen, schauen wir natürlich voraus auf einen wirklich außergewöhnlich dynamischen globalen Aufschwung mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten in diesem Jahr und im nächsten Jahr. Hinzu kommt, dass wir schon während der Corona Rezession eine wirklich globale, massive fiskalische Unterstützung für Volkswirtschaften, Menschen und Unternehmen gesehen haben, die jetzt abgelöst wird durch gezielte staatliche Investitionsmaßnahmen. Wenn wir alleine nur in die USA schauen, wo ja noch ein großes Infrastruktur Paket geschnürt wird und es ist davon auszugehen, dass viele Staaten auch in ihre eigene Infrastruktur oder in Gesundheit und Bildung investieren werden in den nächsten Monaten. Dann ist natürlich weiterhin die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken weltweit zu nennen und nicht zuletzt auch steigende Inflationsperspektiven. Denn wenn wir über moderat steigende Inflationsraten sprechen, dann ist das per se erst einmal positiv für Unternehmen. Weil das bedeutet ja eben, dass die Wirtschaft brummt und das Unternehmen auch in der Lage sind, höhere Absatzpreise durchzusetzen. Und das ist letzten Endes auch der Grund, warum jetzt ganz konkret oder am aktuellen Rand die Börse noch weiter angeschoben wurde durch eine wirklich sehr, sehr gute und überraschend positive Quartalsbericht Saison für das erste Quartal. Die meisten Unternehmen oder viele Unternehmen waren in der Lage, ihre ohnehin schon hohen Erwartungen zu übertreffen.

[00:02:16.710]

Eva Fiedler: Sowohl die EZB als auch die FED halten am ultralockeren Kurs fest. Glauben Sie, dass die Eurozone eine solch immense geldpolitische Unterstützung überhaupt noch braucht?

[00:02:27.550]

Carsten Mumm: Also in den USA ist die Lage relativ klar, denn dort, das wird vom Notenbankpräsident Jerome Powell ja auch immer wieder unterstrichen, ist das eine Ziel der Notenbank, das eines möglichst hohen Beschäftigungsgrads, noch nicht erreicht nach der Krise. In Europa sieht die Situation etwas anders aus. Christine Lagarde, die EZB-Präsidentin, hat zuletzt immer wieder betont, dass sie weiterhin Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und für Staaten günstig halten möchte. Der Hintergrund sind weiterhin bestehende Unsicherheiten für die konjunkturelle Entwicklung, gerade vor dem Hintergrund der Corona Pandemie natürlich. Und außerdem soll in Europa das Inflationsziel von nahe, aber unter 2 Prozent nachhaltig, also nicht nur kurzfristig erreicht werden. Wenn wir auf die aktuellsten Inflationsdaten schauen aus dem April, dann wurden in der Eurozone 1,6 Prozent vermeldet, in Deutschland 2,0 Prozent Inflation. Und so kann man diese Frage nach der Notwendigkeit der expansiven Geldpolitik in Europa tatsächlich nur mit einem teils, teils beantworten. Deutschland könnte definitiv steigende Zinsen verkraften, viele andere Euro Teilnehmerstaaten aber nicht. Und insofern sind wir wieder bei dem altbekannten Dilemma der Europäischen Zentralbank, dass sie nämlich eine Geldpolitik für eine Reihe unterschiedlicher nationaler Staaten und Volkswirtschaften umzusetzen hat. Was nicht immer treffgenau, ist für jeden Staat.

[00:03:49.920]

Eva Fiedler: Was ist das derzeit höchste Kernrisiko für die Kapitalmärkte?

Carsten Mumm: Das größte Risiko ist und bleibt die Corona Pandemie. Selbst wenn wir hier in Europa einen zunehmenden Impffortschritt verzeichnen, müssen wir unseren Blick in Richtung Schwellenländer richten. Und da ist die Situation teilweise ja sehr unübersichtlich oder aber offensichtlich besorgniserregend. Wenn wir alleine nur Indien nehmen, wo zuletzt über 350.000 neu registrierte Corona-Fälle täglich vermeldet wurden und man davon ausgehen kann, dass die Dunkelziffer extrem hoch ist, dann bedeutet das natürlich auf der einen Seite ein enormes menschliches Leid und einen volkswirtschaftlichen Schaden für die betroffene Region. Es hängt aber noch mehr dran, weil in Indien eben ganz große Impfstoff Herstellungskapazitäten zurzeit nur verzögert laufen oder aber Impfstoffe eben im Land gehalten werden in Indien. Und das bedeutet auch für die Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation, mit der Impfkampagnen in anderen Schwellenländern unterstützt werden sollen. Dass die eben zurzeit stockt, d. h. die Impfkampagnen, stocken eben nicht nur in Indien, sondern auch weltweit in vielen Schwellenländern. Und daraus resultiert natürlich die Gefahr, dass es Corona-Varianten geben könnte in den nächsten Monaten, gegen die bestehende Impfstoffe weniger wirksam sind. Diese könnten sich global verbreiten und das könnte dann auch für andere Volkswirtschaften, die in Sachen Impfung schon viel weiter vorangeschritten sind, nochmal einen deutlichen Rückschlag bedeuten. Das heißt, wir müssen definitiv zurzeit auch den globalen Impffortschritt vor allen Dingen in Schwellenländern im Blick behalten.

[00:05:26.570]

Eva Fiedler: Blicken wir mal in die Zukunft Wie sieht der kurzfristige Trend an den internationalen Aktienmärkten Ihrer Meinung nach aus?

Carsten Mumm: Wir haben im April viele Allzeithochs gesehen in den USA in gewohnter Manier, Woche für Woche, kann man fast sagen. Aber selbst der DAX in Deutschland konnte ja ein Allzeithoch erklimmen bei über 15.500 Punkten. Seitdem befinden wir uns an einer Konsolidierungsphase noch auf relativ hohem Niveau. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn wir die Entwicklung der letzten zwölf Monate mal anschauen. Auf den DAX bezogen haben wir seit Mitte März letzten Jahres immerhin ein Kursplus in Höhe von 75 Prozent zu verzeichnen von 8500 Punkten auf etwa 15.500 Punkten. Zurzeit ist der DAX technisch etwas angeschlagen, vor allen Dingen mit dem Unterschreiten der Marke von 15000 Punkten, die wir ja gerade gesehen haben. Es fehlt im Moment einfach positives Momentum und das spricht dafür, dass wir kurzfristig eine volatile Seitwärtsbewegung sehen.

[00:06:25.580]

Eva Fiedler: Und wie sieht Ihr Ausblick bis zum Jahresende aus? Also ein etwas langfristiger Trend?

Carsten Mumm: Ja, die genannten Aspekte Aufschwung, Geld und Fiskalpolitik und Inflationierung, unterstützen Aktien und auch andere reale Werte grundsätzlich weiter. Die Börsen schauen ja immer weit voraus, etwa sechs Monate. Und insofern braucht es jetzt zunächst einmal weiterer positiver Impulse oder eben Überraschungen für große größere Kurssprünge. Eingepreist sind in meinen Augen der außergewöhnlich dynamische Aufschwung in den USA in diesem Jahr. Dass China schon länger die Konjunkturlokomotive der Weltwirtschaft ist und Potenzial für positive Überraschungen wiederum besteht am ehesten in Europa. Wenn wir auf die nächsten Monate schauen, dann ist ja davon auszugehen, dass die noch weitgehend implementierten Shutdown Maßnahmen gelockert werden können in der Eurozone. Damit könnte sich ein Konsum Stau auflösen. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir eine Entwicklung haben, die ähnlich dynamisch verlaufen wird wie im dritten Quartal letzten Jahres. Und mit Blick auf das zweite Halbjahr ist dann davon auszugehen, dass die ersten Auszahlungen aus dem EU-Wiederaufbaufonds erfolgen könnten und damit verbunden natürlich die Aussicht auf Strukturreformen besteht. Insofern sollte sich dieses Potenzial für positive Nachrichten aus der Eurozone konkretisieren. Könnte das die Aktienmärkte auch nochmal mit Blick auf das Jahresende deutlich weiter anschieben?

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